Zeitzeugen

Geschichten erzählt von Zurndoferinnen und Zurndorfern.

Johann Lambert (1883) - Portrait

Johann Lambert, geboren im Oktober 1883, kam von Preßburg mit einem Pferdegespann und etwas Geld in der Tasche nach Zurndorf, wo er sich einen Hausplatz kaufte. Mit vielen Helfern wurde das Haus in kurzer Zeit aufgebaut.

Herr Lambert übernahm mit seinem Einspänner und einem Kalles die Doktorfahrten, denn es gab keine andere Möglichkeit zum Doktor oder dem Doktor zum Patienten zu gelangen.

Außerhalb der Ortschaft gab es eine Dynamitfabrik mit Bunkern, ein Herrenhaus groß und ein Haus für die arbeitenden Menschen. Die Häuser wurden übrigens in den letzten Jahren renoviert. Herr Lambert war mutig und transportierte mit seinem Fuhrwerk Dynamit zum Bahnhof und am Retourweg Kohle zur Dynamitfabrik.

Durch seine Sparsamkeit konnte er sich bald einige Äcker kaufen und durch die Heirat einer Bauerntochter kamen noch einige Äcker dazu. So wurde er dann „Kleinhäuslbauer“.

Aus seiner Ehe entstanden vier Kinder (1 Tochter und 3 Söhne). Seine Frau starb bereits mit 42 Jahren und so zog er die Kinder gemeinsam mit seiner Schwester und deren ältester Tochter groß. Geheiratet hat er nicht mehr. Sein Leben waren die Arbeit und seine Pferde, aber er war auch in der Kirche tätig, wo er einige Jahre Kurator war.

Eines Abends ging er schlafen und wachte nicht mehr auf. Mit einem Weh im Herzen starb er ohne Krankheit. Sein erfülltes Leben ging in Zufriedenheit nach 72 Jahren zu Ende.

1910er - Johann und Theresia Lambert

Quelle: Manuskript zur Verfügung gestellt von Elisabeth Lambert

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